-->

Sonntag, 28. März 2021

Last call to hell

Die Aussicht, dass durch zunehmende Impfstoffmengen die Corona-Pandemie im Sommer vorbei sein könnte, hat allerlei hektische Aktivitäten ausgelöst, um das sich abzeichnende Ende in letzter Minute noch abwenden zu können.
Tausende Urlauber strömen auf eine spanische Insel, um gemeinsam mit den Einheimischen und anderen Gästen vielleicht doch noch rechtzeitig die so genannte Mallorca-Mutation hinzubekommen, die an Ansteckung, Tödlichkeit und vielleicht sogar Impfstoffresistenz die bisherigen übetreffen kann.
Eure Inzidenzien, die Bischöfe der Kirchen, rufen zu Präsenzgottesdiensten, um Gott die Geißel nicht voreilig aus der Hand zu schlagen.
Feiern wir Ostern nicht die Auferstehung? (Frage für ein Virus).
Wer will schon die lieb gewonnenen Masken fallen lassen und wieder aussehen, wie er aussieht? Wie den drohenden wieder ausufernden Familienfeiern ausweichen? Wie dem alten, fast schon vergessenen Einkaufsstress zu Weihnachten?
Die Arbeitswelt wird für Viele rauher, denn bald heißt es Durcharbeiten im Büro und Durchschlagen durch nervigen Pendelverkehr.
Und Klopapierreserven verrotten sinnlos im Schuppen.
Wie schließlich soll künftig freier Bürgersinn gelebt werden, wenn die Regierung alles wieder erlaubt? Wer quer denkt, will nicht vorwärts.
Deutsche haben auch keine Lust, Partner der Regierung zu sein. Das "Die da oben!" könnte Schaden nehmen.
Und am Ende stehen noch teure Intensivbetten unbelegt herum.
Die Lage war nie so unverzweifelt wie jetzt: selbst Impfszenarien, die verschlafenste Politiker einberechnen, denen man auch noch die Provision aus den Händen schlägt, sagen eine mögliche Durchimpfung bis zum Sommer voraus.
Dann wäre es aus und vorbei.
Es muss schnell und unbedacht gehandelt werden.

Keine Kommentare:

Kommentar posten