-->

Donnerstag, 22. April 2021

Selber mutieren?

Immerzu denke ich: wir Menschen, wir müssten doch selber auch mal.
Mutieren.
Womöglich läuft ein Mutationswettlauf um die Weltherrschaft, den wir fälschlich als längst gewonnen betrachten.
Der homo sapiens ist fertig, denken wir, weil wir nur wenige Veränderungen sehen. Dabei könnten wir auch einfach nur zu langsam sein.
Gemessen an unserem Reproduktions-Zeitaufwand gewähren wir den Viren weitaus großzügiger Zeit für Vervielfältigungen als uns selbst.
Bis wir endlich mal eine Mutante hervorbrächten, die vernünftiger, entschlossener, weitsichtiger und dabei vielleicht sogar mitfühlender wäre, ist längst der letzte Baum vertrocknet.
Wir geben uns, wie es derzeit aussieht, die Jahrtausende nicht.
Es ist auch, mit Verlaub, zu wenig Mutationsfreudigkeit unter Menschen zu beobachten. Im Gegenteil. “Ganz der Papa!”, “Ganz die Mama!” freuen sich die den Eltern genetisch Nahestehenden. Sie wollen keine Veränderungen, sondern sich am liebsten im Nachwuchs als 1:1-Kopie ihrer Beschränktheit wiedererkennen. Schon falsch.
Wie wir am Virus sehen.
Es ändert sich hemmungslos.
Sich Ändern bedeutet schließlich Überleben in einer sich ändernden Welt.
Wir Menschen müssten erst einmal auf den Level hinmutieren, der uns das Sichändernmüssen begreifen lässt.
Klempnern lässt sich das an den Genen ganz sicher nicht so leicht. Sich das zuzutrauen wäre wahrscheinlich nur ein weiterer Beleg für die Unreife.
Wir müssten auf Variationen warten, die besser sind als wir.
Nur ist dieses unter all dem Warten derzeit nicht dabei.

Keine Kommentare:

Kommentar posten